…So! Und jetzt geh‘ mir aus der Sonne, Man!

Ursprünglich wollte ich meiner Chronologie treubleiben, aber nun flash ich grad‘ auf Cortison, bin also im Schub und kann mich imMo noch weniger konzentrieren und bin latent unruhig, selbstverständlich gestresst, und …. auch etwas aggressiv. Eine Cortison Stoßtherapie (aktuell nur die Kleine, d.h. 3 x 1000 mg Cortison,) hat ja nun auch mal Nachteile. (Und ich hatte gerade so schön meinen explodierten Blutdruck im Griff. #Schnief) Nebenbei bin ich crass eine Treppe runtergestürzt, mit Blutergüssen übersät, allgemein geprellt und gestaucht (aber nix gebrochen. Hurra) und habe eine Gehirnerschütterung. Die tut weh.
Die vorangegangenen und noch einige weitere Texte sind teilweise im letzten Jahr entstanden und völlig unübersichtlich, voller Fehler, weil kognitive Ausfälle, ergo Ellenlange Korrekturen die EWIG brauchen. Also bei mir zumindest.
Zurück zum Corti, zurück zum Schub.
Das ist jetzt der 4te MS Schub weniger eines Jahres und ich finde nachwievor dass ich sehr, viel Glück hatte. Ich war zwar aufgrund Lähmungen und BlaBLaBla(da möcht ich chronologisch bleiben) ganz schön ausgeknockt, aber das geht alles viel schlimmer. Ich kenne eine MS’lerin, die leider ab Halswirbel gelämt ist und ICH bin Gehfähig, eine andere ist blind und ICH habe lediglich visuelle Veränderungen über den Tag und bin berufstätig, zwar nicht mehr Vollzeit, aber ich versorge mich finanziell komplett selbstständig, und organisiere meinem Alltag vollständig alleine. Also fast, in schweren Schüben brauche ich dann eben doch Hilfe. Danke, Du wunderbare Andrea!
Ich hatte mich bei meinem letzten Schub (neue und alte noch aktive Läsionen), entschlossen kein Cortison zu nehmen. Meiner Meinung nach lerne ich nur so meine MS und meine Reaktion auf die Symptomatik besser kennen. Wie reagieren meine Symptome und wieweit verschärfen sie sich, wie lange brauchen die Läsionen, also Herde um abzuklingen, wie kann ich mit meine verstärkten Symptomem leben, oder eskalieren sie womöglich, wie bei den Diagnostikschüben, wie kann ich sie in meinen Alltag integrieren und trotzdem Leistung bringen, etc. Angst hatte ich. Das kann auch in einer wirtschaftlichen Katastrophe enden, aber wie soll ich lernen ohne zu austesten? Und zugegeben: Ich finde es auch faszinierend wie ein Körper reagiert. Demzufolge hatte ich ja auch irgendwann mal einen entsprechenden Beruf gewählt.
So, und jetzt habe ich komplett den Faden verloren. Was wollte ich überhaupt?
Ich schreib einfach mal weiter.
Bitte, nicht falsch verstehen, Cortison ist zur Zeit immer mein Mittel zur Wahl, aber exakt das ist der springende Punkt, es sollte meine Wahl bleiben. Ich habe eine wunderbare Neurologin, die sich stundenlang Zeit nimmt. Vielleicht weil ich immer noch eine Neu Erkrkrankte bin, aber später benötige ich vielleicht auch nicht mehr soviel Zeit, soviel Zuwendung.

Feuerhimmel

Himmel und ich

Edit: Boah, für die paar Zeilen habe ich ca 4h benötigt. Ich falle jetzt erstmal in mein Bett.

nochmal Edit: Mir ist wieder eingefallen was ich schreiben wollte. Was mich bewogen hat beim aktuellen Schub zu reagieren sind neben meiner Arbeit, auf der ich definitiv nur noch sehr angestrengt Leistung erbrachte, die Symptome.

Neben d täglichen/nächtlichen Symptomen, wie Kribbeln, Spasmen und eine irgendwie sehr tiefe, nicht wegzukriegende Spastik im re Oberschenkel, den zermürbend, einfach nur schrecklichen (und hier fehlt mir tatsächlich irgendeine auch nur annähernd treffende Beschreibung) Krämpfen, Taubheit und Schmerzen in d Armen und primär in den Beinen, brauche ich Stunden um meine unteren Extremi zu ent-steifen. Normalerweise reicht es aus morgens das Ergometer zu nutzen, Treppenhaustraining, etc um eben jene Steifheit zu lösen. Außerdem eine extreme Erschöpfung die über mein tägliches Maß hinausschießt.

Dann  ist es wieder dunkler um mich herum, dieses mit vielen, vielen kleinen Blitzen und das kann ganz schön nerven, ist ohnehin schon schwierig mich zu konzentrieren, aber so…. . Ich verdrehe wieder die Silben, meine Aussprache klingt schwer und irgendwie verwaschen. Wortfindungsschwierigkeiten, aber vom Feinsten. Natürlich kann das manchmal auch lustig sein, ich muss aber auch meinen Lebensunterhalt verdienen und ich bin auf meine Sprache, bzw. generell auf eine gut und verlässliche Kognition angewiesen.

Das alles sind zwar auch meine üblichen Symptome, aber alles ist so intensiviert, dass und meine Neurologin und ich diesesmal schneller reagieren. Ich muss arbeiten. Das ist mir sehr, sehr wichtig und da lief ich aktuell in Gefahr nicht nur zu wenig leisten zu können, sondern auch das der Schub eskaliert, was aber imMo auf keinen Fall passieren darf. Ich trage eine gewisse Verantwortung und diese will ich erfüllen. Anderes kann ich das gar nicht sagen.

Superedit: Ich glucker! Corti ist nun in mir und jetzt glucker ich bei jedem Schritt. LACH!!!

Ich bin jetzt Testergebniss

Das Wartezimmer ist so düster, daran ändert auch die orangene „das Zimmer-soll-freundlich-wirken“ Deko und die Blumenbilder nix. Aber ich bin jetzt bereit. In den letzten Tagen knickte das rechte Bein noch einige Male weg und ich hatte ein paar Minuten nicht die Kraft es aufzurichten. Mein Auge sieht jetzt dunkelgrau und mein linkes Bein ist steif.
Das war noch eine nette Geschichte. Letztendlich habe ich mir eingestanden krank zu sein und vor allen Dingen meiner Arbeit nicht mehr gerecht zu werden. Ich arbeite mit Menschen die mir vertrauen und dieses konnte ich nicht mehr erfüllen. Als ich zum HA fuhr, mit Bus übrigens und nach 1 Million Jahre das erste Mal, ging ich zwar sehr schwerfällig, aber ich ging noch. Ich ließ mich krankschreiben (mehr machte der Mann tatsächlich auch nicht, außer dass er offensichtlich sehr erleichtert war, als ich ihm sagte dass ich am Mo mit dem Verdacht einer Sehnerventzündung, eine Neurologin aufsuchen werde. Es wäre aber seine Aufgabe gewesen mich, wenn schon nicht in ein Krankenhaus, dann wenigstens dorthin zu überweisen und zwar schon vor Wochen) und saß dann 1h an der Bushaltestelle bis ich mich wunderte, dass kein Bus abfuhr.
Das ist irgendwie sehr typisch. Alles um mich herum verlangsamt sich, which natürlich means dass alle Befehle langsamer verarbeitet werden. Anstatt ein Taxi zu rufen, irrte ich durch die Stadt die mit Baustellen übersät war. Und natürlich finde ich erst km später eine funktionierende Bushaltestelle.
Ich stieg zwar etwas behäbig, aber noch stabil in d Bus ein, rief im Bus meine Chefin an, teilte ihr meine AU mit, bemerkte ihre Erleichterung, will aussteigen und ……. Nix. Bein bleibt stehen. Ich schleifte dann so schnell wie möglich das Bein aus dem Bus und stand mal wieder verwirrt rum. Dann ging ich seitwärts, an Zäunen festhaltend (nun mal gut dass ich in so einem dekadenten Altbauviertel wohne, in d sich die Besitzer noch Meterhohe Uralt Zäune leisten), Bein hinter mit her schleifend, nach Haus. Ich weiß auch nicht wie in in d 3ten Stock hüpfte/schleifte/whatever/ankam.

Nun ja, ich sitze also immer noch in diesem Wartezimmer, Das heißt, Nein tue ich nicht, mittlerweile wird der Schachbrett Test mit mir durchgeführt und in den folgenden Wochen mutiere ich zu Zahlen und messbaren Ergebnissen und das muss wohl so sein.
Trotzdem spüre ich tiefe Erleichterung. Ich sitze der Neurologin gegenüber, ich vertraue ihr sofort, weiß gar nicht so recht warum. Ihre Augen, sie sind warm und ihr Lächeln authentisch. Sie untersucht mich, nimmt Reflexe, sagt das linke Bein ist spastisch und zusammen mit dem einknickendem rechten Bein und den elektrischen Schlägen aus dem Rücken und den Doppelbildern und dem Nix Sehen können, vermute sie eine Chronische Nervenentzündung. Gut, ich auch.
Ein paar Tage später habe ich dann fast Gewissheit, obwohl die Lumbalpunktion und noch viele weitere Test s.o. ausstehen. Mein Hirn ist voller Läsionen, linke und rechte Hemi, am Balken, die Blutschranke haben sie auch überwunden, sie sind im Rückenmark, BW und HW.  Der Verdacht auf Multiple Sklerose, MS scheint sich zu bestätigen.

Mein Bein ist mittlerweile paretisch und ich sehe rechts nichts mehr und weh tut es auch. Aber richtig… . Ich bin taub, von der Brust an spüre ich mich nicht mehr und ich bin inkontinent. Ein merkwürdiges Gefühl. Es hat mich nicht erschreckt. Ich stand in meiner Küche und plötzlich lief der Urin an meinen Beinen herunter. Ich beobachtete alles fasziniert, wann pinkelt man sich schon mal ein? Ich dachte an Kinder. So verhalten sich kleine Kinder. Sie stehen ganz still. Ich stand auch ganz still. Naja eigentlich zum Glück, denn mit einem gelähmten linken Bein und einem wegknickendem rechten Bein läuft es sich nicht so gut. Wobei….ich bin klar gekommen. Ich habe mich immer selbstständig gewaschen und sogar meine Wohnung geputzt. Nur eben alles im Sitzen. Im Nachhinein eine prima Idee und wenn ich an meine pedantischen Knieschmerzen denke, hätte ich auch schon mal früher draufkommen können! Eine Freundin stellte mir einen Stuhl v die Badewanne, da ich keine separate Dusche habe. Ich wickelte meine Füße in ein Handtuch und konnte sie so über den Badewannenrand ziehen, danach schob ich mich auf diesen, wusch mich und auf d gleichen Weg wieder zurück. Obenrum vor dem Waschbecken. Ich versuche jetzt erstmal so autonom wie nur möglich zu bleiben und denke ……GAR NICHT nach. Ich werde später mal auf diesen Umstand eingehen. Jetzt versuche ich erstmal der Chronologie treu zubleiben.

Das Licht tut weh

Auch hier weiß ich nicht mehr genau wann es anfing. Ob ich es morgens nach d Aufstehen bemerkte oder vielleicht mitten im Tag. Es war einfach da. Irgendeine Transparenz liegt über meinem rechten Auge. Wie ein Win 7 Aerofenster. Ich sehe alles schemenhaft. Und es tut weh. Furchtbar weh. Und ich gehe wieder zum HA. Ich glaube in 20 Jahren war ich nicht so oft bei ihm, wie in den vergangenen Wochen. Er stellt wieder Tests an, ich kenne sie schon, fragt nach d Magnesium, fragt nach d Entwässerungstabletten. Und sagt dass ich zum Augenarzt gehen sollte. In seinen Augen sehe ich jetzt seine Hilflosigkeit.

Ich sage nicht mehr viel, ich bitte ihn nur mich in ein Krankenhaus einzuweisen. Er sagt, das kann nur ein Facharzt. Ganz tief in mir wächst längst eine Ahnung, aber ich spreche sie nicht aus. Ich bitte ihn mir wenigstens MRT- Überweisungen auszustellen, nicht das erste Mal. Er sagt wieder das könne nur ein Facharzt. Er hilft mir nicht. Zum ersten Mal bin ich ernsthaft verzweifelt, bitte ihn nochmal um eine Krankenhauseinweisung. Ich habe Schwierigkeiten Menschen um Hilfe zu bitten, aber ich brauche jetzt Hilfe. Ich weiß das ich jetzt Hilfe benötige. Er verweigert und sagt wieder dass ich zu einem Facharzt muss.
Einen Termin bei einem Augenarzt zu bekommen ist unmöglich, ich versuche es auch gar nicht erst, sondern fahre gleich morgens um 6 in die Augenklinik. Ich hätte auch am Abend zuvor schon kommen können, aber ich muss ja unbedingt ganz dringende berufliche Termine wahrnehmen, als ob das wichtig ist dass ich anwesend bin, hätte ohne mich genauso funktioniert. Ich verstehe mich ja auch nicht. Irgendein Wille treibt mich immer weiter. Vielleicht will ich auch einfach noch nicht hören was ich längst ahne.
Nach 1 Million Stunden Warten und einer ungewöhnlich gründlichen Untersuchung sagt der Augenarzt natürlich exakt was ich nicht hören will, es gäbe einen Verdacht auf eine Sehnerventzündung.
Und was mach ich..??? Ich will zu meinem HA, schon vor Wochen wollte er mich krankschreiben, aber das war indiskutabel. Ich gehe zu ihm, zumindest schlage ich die Richtung ein, ich gehe immer weiter. Mit dem Rad weiter zu fahren traue ich mich nicht mehr. Als ich ankomme stehe ich vor der Tür meiner Arbeitsstelle. Mein bekannter Starrsinn, mein riesiger Motivator Wille treibt mich voran. Nur ständig in die falsche Richtung.
Ich gehe auch heute wieder arbeiten.
Am nächsten Morgen sehe ich mit meinem rechten Augen alles nur noch grau. Ich weiß wofür das stehen kann. Ich ahne es schon so lange, dass ich längst ohne Überweisung v einem Arzt bei d Radiologen Termine für‘ s MRT festmachte. Ich ziehe mich immer weiter in mich zurück. Vielleicht brauchte ich ja einfach diese Zeit um zum Reifen, um Kraft zu sammeln, um bereit zu sein. Viele können es nicht verstehen, am wenigsten Ärzte.
Ich gehe jetzt zu einer Neurologin und mit d Verdacht einer Sehnerventzündung bekomme ich umgehend einen Termin ein paar Tage später.

Ziemlich verirrt

Ich schaffe es einfach nicht bei der Ärztin anzukommen. Ich fahre mit dem Rad, aber schon so lange. Als ob ich den Weg nicht finde. Ich stehe an einer Kreuzung, an der stand ich schon Millionen mal. Ich biege links ab, ich kann mich nicht mehr erinnern. Bin ich richtig? Ich sehe endlich die Hausnummer, aber ich bin auf der anderen Seite einer 5 spurigen Fahrbahn, ich hätte 150m zuvor an der Ampel überqueren müssen. Ich fahre einfach los. Ich schlängel mich durch die hupenden Autos. Als ich auf der anderen Strassenseite ankomme, fange ich an zu weinen. Ich weiß nicht mehr wo ich bin. Ich weiß tatsächlich nicht mehr wo ich bin! Ich schaue mich um, erkenne die Strassen, die Häuser, aber ich kann sie nicht zuordnen. Ich sehe alles nur ganz langsam und ich denke nur in dem Moment. Ich muss doch irgendwie reagieren! Ich weine nur. Dann komme ich wieder bei mir an, ich will zur Ärztin. Wo ist die Praxis? Ich konzentriere mich und endlich finde ich wieder das Haus und flüchte nahezu in d Praxis. Was ist das?

Gleich erschlage ich die Ärztin mit meinen zappeligen Beinen. Jetzt denke ich wieder an die Kellertreppe letzter Woche und an den Weg hierher. „Entschuldigung ich bin unkonzentriert. Ja, die letzte Untersuchung war….“
„Frau martie?“ Du meine Güte! „Entschuldigung, Heute ist wohl nicht mein bester Tag.“ Die Ärztin lächelt und ordnet Hormontests an. Irgendetwas will sie noch von mir. Ich soll mich umziehen, Klar, ich bin hier bei der Frauenärztin. Ich muss mich setzen, ich schwanke und schwanke und dann habe ich Teile des Vorhanges in der Hand. Was passiert hier gerade? „Nein das macht gar nichts“ Die Ärztin untersucht mich und ordnet zusätzlich Schilddrüsentest und Blutuntersuchung an. Sie fragt mich wieder, was los wäre. Ja,….. also gar nichts. Es ist zu heiß.

Von dort fahre ich mit dem Rad zur Arbeit. Zig Km, eine Strecke die ich sonst genieße, ich fahre gerne lange Strecken, aber jetzt komme ich nicht an. Ich trete und trete, sehe die Pedalen und trete und trete und trete, wie ein Mechanismus der mich fremdleitet. Ich versuche mich auf das Treten der Pedalen zu konzentrieren. Ich trete weiter und jetzt spüre ich einen Schlag aus meinem Rücken. Wie Elektrizität. Ich springe umgehend vom Rad und versuche meine Aufregung zu kontrollieren. Nochmal ganz vorsichtig, wie kam das? Ich habe nach unten geschaut. Also wiederholen. Es ist nicht da. Nochmal und es wiederholt sich wieder nicht. Prima, was immer es war, –- es ist weg.

Die letzten paar Schritte gehe ich zu Fuß. Bei meiner Arbeit angekommen setze ich mich auf eine Treppe und die Stimme in mir sagt immer lauter, dass dieser Schlag aus dem Rücken schon mal da war, vor ein paar Wochen, als mir das erste mal Schwindelig war. Jmd unterhält sich mit mir, aber ich bin irgendwo und schaffe es nur mit angestrengter Konzentration aus mir rauzukommen. Ich will aufstehen, aber das schaffe ich nicht. Jmd redet immer weiter, ich nicke, sage irgendetwas um abzulenken, damit mich keiner beobachtet und sieht das sich meine Beine nicht aufrichten, ich mich an dem Geländer nach oben ziehe und dass ich mich eigentlich gar nicht halten kann.
Ich stehe endlich, es scheint das Niemand etwas bemerkt hat, nur ist es jetzt wieder da. Ein richtiger Stromschlag und es hört auch nicht mehr auf. Wieder spüre ich immer deutlicher dass etwas Gewaltiges in mir vorgeht, was ich nicht mehr lenken kann. Irgendeine unglaubliche Willenskraft lässt mich Arbeiten. Die elektrischen Schläge aus meinem Rücken begleiten mich den gesamten Tag und ich fahre wieder zu meinem Hausarzt.

Wie fange ich jetzt am besten an und warum ist in mir alles so merkwürdig?

Eine chronologische Reihenfolge krieg ich nicht mehr zusammen, aber ich erinnere mich deutlich an einen Nachmittag draußen bei meiner Arbeit, wie jeden Tag gehe ich ein paar Schritte, aber plötzlich werde ich immer schneller und als ob ich mir diese Handlung befehle renne ich seitlich gegen einen Baum. Das tut weh. Ich bemerke dass ich schwanke, immer nach links drifte.
Das lass ich nicht zu. Ich konzentriere mich auf d nächsten Schritt, es ist wahnsinnig warm, es ist richtig heiß draußen, allen Menschen ist es zu warm und deswegen taumel‘ ich auch. Ich gehe Schritt für Schritt und das dauert ewig, ich suche die Tür und gehe langsam an der Wand entlang. Eine Kollegin bemerkt dass es mir nicht gut geht, eine andere bringt Traubenzucker. Eine weitere redet und redet und redet auf mich ein, ich nehme sie wahr, aber ich kann nicht aufnehmen was sie sagt, ich möchte sie am liebsten anschreien, sie soll endlich ruhig sein. Ich reiße mich zusammen, stehe auf und gehe wieder ganz langsam einen Schritt vor d anderen. Es wird gleich besser, gleich werde ich sicherer gehen können, ich muss einfach nur weitergehen, nicht stehen bleiben immer nur weitergehen und dann funktioniert es wieder. Es liegt alles nur an d heißen Sommer.

Einige Wochen später und nach der Knie OP

Ich habe Wasser in den Beinen. Das sind bestimmt 300 L und ich krampfe Nachts. Es beginnt immer in der linken Wade ganz unten. Es ist so schlimm dass nur Bewegung hilft. Ich laufe Stundenlang nachts durch die Whg. Ich erinnere mich, dass ich das schon einmal hatte, kurz vor der OP und da ließen sie sich auch schon nicht weg massieren.
Und jetzt müssen das Wadenkrämpfe sein. Das ist auch kein Wunder, ich liege bei 46° im Schlafzimmer und kann mich wg der OP kaum bewegen. Ich kaufe Magnesiumtabletten, aber sie helfen nicht. Die Krämpfe dehnen sich aus, nun krampft es auch unter meinem rechten Rippenbogen , dieses gleichzeitig zu der linken Wade. Das ist sehr blöd, denn jetzt kann ich nicht mehr mit den Gehhilfen laufen und ohne kann ich noch nicht.

Wenigstens ist meine Verzweiflung so groß, dass ich zu meinem Hausarzt gehe, der bestätigt aber nur, dass es sehr heiß ist und die Knie OP, und so weiter… . Er verschreibt mir Entwässerungstabletten, davon halte ich zwar generell nichts, nehme sie aber trotzdem. Ich schlucke noch mehr Magnesium, aber es hilft nicht.
In den kommenden Wochen nehmen die Krämpfe ein kaum zu ertragendes Ausmaß an, noch nie hatte ich derartige Schmerzen und ich bin jetzt jede Nacht hellwach. Ich krampfe jetzt mind. immer an 2 Stellen gleichzeitig, manchmal auch an 3 oder 4, dieses über mehrere Stunden. Es ist nicht mit einem Wadenkrampf vergleichbar. Es ist überhaupt nicht vergleichbar mit irgendetwas was ich kenne. Ich kann es nicht benennen und auch nicht mehr beschreiben. Das Wasser in den Beinen nimmt auch zu. Ich gehe zum zigsten Mal zum Arzt. Ich weise ihn nochmal auf ein Exem hin, aber er sagt, das wäre Nichts und die roten Punkte an meiner linken Wade wären petechiale Blutungen wg d Wasser. Ich sage ihm, dass mir immer noch furchtbar schwindelig ist. Es ist ein schwerer Schwindel, anders als alles was ich kenne und er taucht immer öfter auf. Er führt wieder Tests durch und wieder taumel ich nach links, falle fast in seinen Medikamentenschrank.

Ich sage ihm noch einmal dass ich jetzt wieder gegen Wände, Bäume oder was auch immer da links v mir rumsteht, renne. Und ich meine ‚Rennen‘, ich beschleunige regelrecht. Ich soll meine Tabletten weiter nehmen. Der Sommer ist einfach zu heiß. Und ich habe Übergewicht. Nächste Woche ist mein Urlaub zu Ende und ich muss wieder arbeiten, wie soll ich das denn schaffen?

Ein paar Tage später

Ich will die Kellertreppe hoch eilen. 5 Stufen und wie üblich zu spät, also ganz schnell und mein Rad fällt aus der Hand.
Ich sehe irritiert dem Rad hinterher, gehe zurück, hebe es auf, immerhin muss ich immer noch zur Arbeit, neuer Anlauf und dann fällt es wieder herunter. Das amüsiert mich und beim dritten Anlauf klappt es dann auch. Oben angekommen schwinge ich mich auf das Rad, ich bin wackelig, diese blöde Knie OP, dieser doofe Orthopäde, ich fahre zu Arbeit, arbeite, will nach Hause, schwinge mich wieder auf’s Rad und falle auf der anderen Seite herunter. Ich lache, liege dort wie eine Schildkröte.
Na gut– endlich nach Hause, noch einkaufen, ich schlafe fast auf d Rad ein. Dann werde ich Morgen einkaufen, offensichtlich bin ich zu müde. Ich muss früher ins Bett gehen.
Wieviele Tage später ich samt Rad die Kellertreppe herunterfiel weiß ich nicht mehr. Ich konnte mich sogar noch halten und fiel auf die Füße, zwar rückwärts aber naja. 2ter Anlauf, ich falle wieder, dieses mal falle ich auf das Rad und das tut weh, ein dritter Versuch, 3te oder 4te Stufe, dann knickt mein rechtes Bein ein.
Alles ist ganz ruhig. Ich nehme nur noch mich wahr, nur ich stehe mit gebeugtem Bein und rechts das Rad in der Hand. Ich atme kaum, bin tief in mir , beginne zu überlegen, rede mir zu: Das Bein hoch biegen….. Ganz langsam. Ich drücke und drücke das Bein hoch, aber das bleibt einfach so, das Rad in der Hand und sehr verwirrt steh ich dann so rum.
Ich versuche nochmal das Bein gerade zu drücken und nochmal und nochmal, immer, immer wieder.
Es bewegt sich. Gut. Jetzt das Rad loslassen und schnell mit der freien Hand an der Treppenwand abstützen. Wieviel Zeit vergangen ist weiß ich nicht, ich arbeite mich cm für cm auf zurück auf den Kellerboden. Dort stehe ich dann fast apathisch. Es ist immer noch alles ganz still, irgendwann spüre ich dass ich aus mir heraus will. Trotzdem scheint es ewig zu dauern bis ich endlich reagiere, ich hebe mein Rad an und schiebe es Stufe für Stufe nach oben. Endlich oben angekommen, bekomme ich mein rechtes Bein nicht über den Sattel, respektive Stange.

Das will ich so nicht! Langsam, ganz langsam suche ich die Wand, lehne mich an und ruhe mich an ihr aus, greife mit beiden Händen mein Bein, hebe es Millimeter über Millimeter über das Rad. Balanciere mich aus, setze mich vorsichtig auf d Sattel und stütze mich von der Wand ab. Yeah! Ich rolle. Die letzten Reste Verstand aktivierend meide ich Strassen und Menschen, fahre durch den Park und ziehe tatsächlich einfach alles durch.

Die Mandarinen sind noch sauer und…

… lange nix geschrieben und ich kann nicht sagen warum. Eine Schreibblokade o Ä. ist das aber nicht, eher schwieriger Blogeinstieg!?! Whatever! Dabei bin ich gar nicht mal schlecht drauf. Der Herbst war wunderschön und die Christmas Saison hab ich heute mit 2h Pogues in voller Lautstärke eingeläutet und dabei 2 Packungen Lebkuchen gegessen. Mandarinen sind grad noch zu sauer, was echt eine Unverschämtheit insofern ist, da ich gute 3 kg gekauft hab und wirklich ALLE sauer sind. Zumindest nehme ich das an, ich habe ca 1Kilo probiert. Was mach ich jetzt mit denen (den 2 anderen)? Kann man die irgendwie in Zucker oder Honig einlegen und dann für Kuchen verwenden? Das Hausfrauengen fehlt mir zwar immer noch, aber tatsächlich backe ich gerne.

Ach so, und mein Knie ist kaputt, vermtl. habe ich mir bei dem blöden Eishügel-Sturz v 1 1/2 Jahren oder und oder DEM der darauf folgte das Knie gebrochen und mit dem Fuß (auch re) kann ich kaum und wenn nur mit Schmerzen auftreten. Das ist zwar doof, nur wenn ich ich jetzt morgens aufstehe ist manchmal alles in wunderschönem Nebel gehüllt und ich muss mich ganz dick anziehen und auf d Nachhauseweg friere ich und dann muss ich schnell in einem Café einen irischen Kaffee mit viieel Rum trinken und bis ich dann Zuhause bin friere ich wieder, also muss ich alles nochmal in der Badewanne wiederholen und so macht das Leben wirklich Spaß!!!

Aktualisierung des laufenden Kaputtjahres 2011

Heute:

  • der Staubsauger

… und mehr habe ich nicht dazu zu sagen! Ein Kreisch wäre zuwenig! Mir fehlen die Worte. Außerdem lachen alle über mich. Ich eigentlich auch.

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Edit: Es ist wirklich ausgesprochen doof, eingenebelt in 5000 kg Polierstaub zu stehen und das Ding geht schon wieder kaputt. Der aufmerksame Leser kennt mein Verhältnis zu Staubsaugern. Wäre ich jetzt eine Mega – Über – Hausfrau, die jedem Staubkorn persönlich d Krieg erklärt………… Aber nein! Das krasse Gegenteil ist die Regel. Offensichtlich war er dermaßen überfordert seiner Bestimmung nachzukommen, daß er sich v Schreck selbst entflammte. Möglicherweise gehört es auch zu meiner grundsätzlichen Bestimmung Staubsauger zu schrotten. Trotzdem…

Fröhliche wunderbare Herbsttage

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nochmal Edit: Soeben versagt die

  • Tastatur

ihren Dienst. Meine schöne Tastatur!!! #Kreisch Das ist aber nun mein Fehler. Ich habe gerade Milchkaffee in Selbige geschüttet. Nun mal gut, daß ich die Ersatztastatur nicht entsorgt habe, Rike hatte sie schon auf d Sperrhaufen. Werde die tolle Tastatur erstmal trocken legen.


Ich bin sooooo müde

Sorry, daß ich mich nicht zeige… . Ich wurschtel mich immer noch durch die Termine und wenn ich das, mittlerweile eher schlecht als alles andere, getan habe, fall ich um und heule den Mond an.

Pic ist unbearbeitet und offensichtlich habe ich falsch interessant belichtet, aber ich find‘ d Himmel und d Kontrast schon cool…

Ich bin soooo müde und ich hoffe daß sich alles Ende September beruhigt. Ich hoffe das wirklich, wirklich, wirklich,….. . Zwischendurch freu‘ ich mich über den Herbst, den ich eigentlich schon längst eröffnen wollte, aber nicht zu gekommen bin und das ist mal gut so, denn plötzlich ist wieder Sommer und ich genieße die tollen Sommerabende. Außerdem ist mein Ladegerät für die lütje Cam verschollen und wenn ich das nicht finde, kann ich den Herbst sowieso nicht eröffnen.

Renovierung ist fast abgeschlossen, aber imMo läuft sie auch nur nebenher und ich freu mich auf d Moment wieder vernünftig duschen zu können. Ich habe beschlossen, nicht  eher vernünftig duschen zu können (Duschvorhang hängt nicht), bis ich ein paar mega-nervige Restarbeiten erledigt habe– warum weiß ich auch nicht, ich ärgere mich jeden Morgen und Abend. Zähne putzen ohne in Farbklecks zu kleben wär‘ auch toll. Ich zähl die Tage, auch wenn ich meine Arbeit sehr, sehr mag, möchte ich jetzt bald endlich grinsend durch den Wald gehen und mich über das tolle Licht und die wunderschönen Farben freuen. Zur Zeit habe ich eher das strange-e Gefühl, alles nur von „außen“ zu beobachten. Aber wenigstens fahre ich jeden Morgen und Abend grinsend durch einen Park und das macht Lust auf mehr.

Meisterin der Konversation

„……. Vielleicht kommt’s mir auch nur so vor, weil ich zwar Raucherin bin, mich v d Geruch aber ekele. …………………………………öhm…………………………….. „Womit ich im Speziellen jetzt nicht Sie meine………….“  <— nachdem ich dann endlich realisierte, daß ich v d geöffneten Auto dieser sehr stark rauchenden Person stand. Ich Idiot!. Ich hatte mir ehrlich nix dabei gedacht.

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Eigentlich wiederholt sich das Theater v Jahr zu Jahr, aber im diesen erscheint es mir bes. schlimm. Wir arbeiten seit einer Woche mit einem neuen Konzept, welches, um es vernünftig umzusetzen noch reifen muss. Ich erkäre wieso, weshalb, warum wir etwas so und nicht mehr anders praktizieren, versuche zwischenzeitlich mal zu arbeiten und erkäre dann wieder wieso, weshalb und warum…… Irgendwie schaffen meine Chefin, Kollegen und ich es an 35 Orten gleichzeitig zu sein. Das ist nervenaufreibend und heute habe ich zum ALLER-ALLER-erstenmal mir mittendrin eine Auszeit genommen und bin mal v die Tür um frische Luft zu schnappen.

Am WE möchte ich eigentlich weiter renovieren, aber Ruhe erscheint mir grad wichtiger. Und ich möchte mich entschuldigen, zur Zeit ist bei mir nix mehr drin. Es kommt vor daß ich in einem Blog lese und das Post 2x lesen muss um es zu erfassen. Oder ich möchte kommentieren und während ich dann meine Daten eingegebe, habe ich meine Gedanken vergessen. Wenn ich zu Hause bin oder spazieren gehe, muss ich mich selbst erstmal wieder aklimatisieren und zur Zt. habe ich auch keine Lust, die Cam herauszuholen. Ich habe einen Ordner mit vielen Stichworten und Situationen,  über die ich nachdenken möche, daraus resultierend schreiben und posten. Geht grad nicht. Ich freue mich auf evtl. demnächst, wenn ich wieder die Zeit habe, in Ruhe vor d Monitor zu sitzen, mit einem leckeren Espresso in der linken und d Maus zur rechten… Bis vielleicht und hoffentlich dahin!

Quietsch……………..!

It’s a long way to Tipperary
it’s a long way to go!!
It’s a long way to Tipperaryyyyyyyyyy
to the sweetest…………….. Jack Judge

dufftata dufftata……..

Das ist das Wohnzimmer. Sieht man nicht. Ist unter d Küche vergraben. Der restliche Wohnzimmerkram lagert jetzt im frisch renoviertem Schlafzimmer. Wieso hab ich soviel Küchenkram??? Naja, die hinteren Kisten sind mit Bürokrempel belegt. Trotzdem.

Beim Abschleifen d Dielen hat sich ein Wasserschaden größer herausgestellt, als ich dachte. Ergo trocken legen und tiefer schleifen, Dielen trotzdem weitestmöglich retten, Kunstgriffe anwenden (also pfuschen) und Dielen anschließend statt Natur, weißen. Geht nüch anders. Und das dauert ewig bis es trocken ist. D.h. trocken ist es schon, aber bis ich (die 500 Kilo Elfe) samt Möbel darauf rumschweben darf, dauert’s eben. Trink ich meinen Espresso woanders gemütlich und kochen geht natürlich auch nicht. Hihi!!!

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Edit: Dübel!! Ich brauche Dübel!!! Wo sind meine Dübel?!? #Stampf

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nochmal Edit: Dübel nicht gefunden-zum Baumarkt gedüst-keinen Parkplatz gefunden-warum arbeitet hier keiner?-es ist Montagvormittag, Geht arbeiten!!!-geärgert über Baumarktmensch-Diskussion mit Baumarktmensch gewonnen-Mit mir nicht meine HERREN!-alles gekauft-sogar die Dübel-Zuhause keinen Parkplatz gefunden-warum arbeitet hier keiner?-es ist Montagvormittag, Geht arbeiten!!!-Pizza gegessen-beschlossen daß es draußen zu schön ist , um es zu ignorieren-Renovierung ruht!-Das Leben ist toll!!!