Ich bin zu alt?

Eigentlich bin ich noch gar nicht so alt. Nicht mal calendarisch. Aber manchmal denke ich, daß ich Glück habe doch zumindest schon ein kleines bißchen älter zu sein. Für Recherchen durfte ich noch die Menschen treffen und mich mit Ihnen unterhalten und konnte mir somit einen Gesamteindruck verschaffen. Ich konnte fühlen und sehen, wie mein Gegenüber empfindet und aus so manchem Treffen resultierte eine langjährige persönliche Sympathie oder Freundschaft. Traurigkeit und Begeisterung durfte ich noch real erleben. (Hust…Telephon gab’s aber schon!) Ich hielt mich stdlang in Bibliotheken auf, weil ich mich in zig Büchern festlas und diskutierte ebensolang‘ mit Fremden über Inhalte und tauschte mich über Ungelesenes aus. Und wir hatten alle Zeit dafür. Das alles beeinflusste,veränderte und prägte mich.

Ich gehöre gar nicht zu den ewig Gestrigen, im Gegenteil sie nerven mich extremst. Ich mag Innovation und ich glaube daran, daß ein permanenter Stillstand auch einen geistigen Tod zur Folge hat. Ich verändere mich gerne, ich entwickel’ mich gerne. Ich nutze gerne neue Medien und die daraus resultierenden Möglichkeiten. Ich frage via I-Net irgendwo im Amiland nach Erfahrungen einer hier noch relativ unbekannten Therapie für einen Pat und bekomme 1000000 Antworten. Auch so entstanden schon tolle Kontakte. Aber ich bin auch froh, daß ich noch die anderen, die alten Wege kennenlernen durfte. In einer Zeit, in der Menschen eben auch noch Zeit hatten

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