…So! Und jetzt geh‘ mir aus der Sonne, Man!

Ursprünglich wollte ich meiner Chronologie treubleiben, aber nun flash ich grad‘ auf Cortison, bin also im Schub und kann mich imMo noch weniger konzentrieren und bin latent unruhig, selbstverständlich gestresst, und …. auch etwas aggressiv. Eine Cortison Stoßtherapie (aktuell nur die Kleine, d.h. 3 x 1000 mg Cortison,) hat ja nun auch mal Nachteile. (Und ich hatte gerade so schön meinen explodierten Blutdruck im Griff. #Schnief) Nebenbei bin ich crass eine Treppe runtergestürzt, mit Blutergüssen übersät, allgemein geprellt und gestaucht (aber nix gebrochen. Hurra) und habe eine Gehirnerschütterung. Die tut weh.
Die vorangegangenen und noch einige weitere Texte sind teilweise im letzten Jahr entstanden und völlig unübersichtlich, voller Fehler, weil kognitive Ausfälle, ergo Ellenlange Korrekturen die EWIG brauchen. Also bei mir zumindest.
Zurück zum Corti, zurück zum Schub.
Das ist jetzt der 4te MS Schub weniger eines Jahres und ich finde nachwievor dass ich sehr, viel Glück hatte. Ich war zwar aufgrund Lähmungen und BlaBLaBla(da möcht ich chronologisch bleiben) ganz schön ausgeknockt, aber das geht alles viel schlimmer. Ich kenne eine MS’lerin, die leider ab Halswirbel gelämt ist und ICH bin Gehfähig, eine andere ist blind und ICH habe lediglich visuelle Veränderungen über den Tag und bin berufstätig, zwar nicht mehr Vollzeit, aber ich versorge mich finanziell komplett selbstständig, und organisiere meinem Alltag vollständig alleine. Also fast, in schweren Schüben brauche ich dann eben doch Hilfe. Danke, Du wunderbare Andrea!
Ich hatte mich bei meinem letzten Schub (neue und alte noch aktive Läsionen), entschlossen kein Cortison zu nehmen. Meiner Meinung nach lerne ich nur so meine MS und meine Reaktion auf die Symptomatik besser kennen. Wie reagieren meine Symptome und wieweit verschärfen sie sich, wie lange brauchen die Läsionen, also Herde um abzuklingen, wie kann ich mit meine verstärkten Symptomem leben, oder eskalieren sie womöglich, wie bei den Diagnostikschüben, wie kann ich sie in meinen Alltag integrieren und trotzdem Leistung bringen, etc. Angst hatte ich. Das kann auch in einer wirtschaftlichen Katastrophe enden, aber wie soll ich lernen ohne zu austesten? Und zugegeben: Ich finde es auch faszinierend wie ein Körper reagiert. Demzufolge hatte ich ja auch irgendwann mal einen entsprechenden Beruf gewählt.
So, und jetzt habe ich komplett den Faden verloren. Was wollte ich überhaupt?
Ich schreib einfach mal weiter.
Bitte, nicht falsch verstehen, Cortison ist zur Zeit immer mein Mittel zur Wahl, aber exakt das ist der springende Punkt, es sollte meine Wahl bleiben. Ich habe eine wunderbare Neurologin, die sich stundenlang Zeit nimmt. Vielleicht weil ich immer noch eine Neu Erkrkrankte bin, aber später benötige ich vielleicht auch nicht mehr soviel Zeit, soviel Zuwendung.

Feuerhimmel

Himmel und ich

Edit: Boah, für die paar Zeilen habe ich ca 4h benötigt. Ich falle jetzt erstmal in mein Bett.

nochmal Edit: Mir ist wieder eingefallen was ich schreiben wollte. Was mich bewogen hat beim aktuellen Schub zu reagieren sind neben meiner Arbeit, auf der ich definitiv nur noch sehr angestrengt Leistung erbrachte, die Symptome.

Neben d täglichen/nächtlichen Symptomen, wie Kribbeln, Spasmen und eine irgendwie sehr tiefe, nicht wegzukriegende Spastik im re Oberschenkel, den zermürbend, einfach nur schrecklichen (und hier fehlt mir tatsächlich irgendeine auch nur annähernd treffende Beschreibung) Krämpfen, Taubheit und Schmerzen in d Armen und primär in den Beinen, brauche ich Stunden um meine unteren Extremi zu ent-steifen. Normalerweise reicht es aus morgens das Ergometer zu nutzen, Treppenhaustraining, etc um eben jene Steifheit zu lösen. Außerdem eine extreme Erschöpfung die über mein tägliches Maß hinausschießt.

Dann  ist es wieder dunkler um mich herum, dieses mit vielen, vielen kleinen Blitzen und das kann ganz schön nerven, ist ohnehin schon schwierig mich zu konzentrieren, aber so…. . Ich verdrehe wieder die Silben, meine Aussprache klingt schwer und irgendwie verwaschen. Wortfindungsschwierigkeiten, aber vom Feinsten. Natürlich kann das manchmal auch lustig sein, ich muss aber auch meinen Lebensunterhalt verdienen und ich bin auf meine Sprache, bzw. generell auf eine gut und verlässliche Kognition angewiesen.

Das alles sind zwar auch meine üblichen Symptome, aber alles ist so intensiviert, dass und meine Neurologin und ich diesesmal schneller reagieren. Ich muss arbeiten. Das ist mir sehr, sehr wichtig und da lief ich aktuell in Gefahr nicht nur zu wenig leisten zu können, sondern auch das der Schub eskaliert, was aber imMo auf keinen Fall passieren darf. Ich trage eine gewisse Verantwortung und diese will ich erfüllen. Anderes kann ich das gar nicht sagen.

Superedit: Ich glucker! Corti ist nun in mir und jetzt glucker ich bei jedem Schritt. LACH!!!

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2 Gedanken zu „…So! Und jetzt geh‘ mir aus der Sonne, Man!

  1. Moin liebe Martie,
    es tut gut, wieder von Dir zu lesen. Du warst irgendwann einfach weg, ab und an schaute ich mal hier her, ob es Deinen Blog noch gibt. Und heute besuchst Du mich auf meinem Blog. Ich freue mich ehrlich ganz dolle.
    Liebe Grüße
    Angela, die mal in Flensburg lebte und nun in Lüneburg Zuhause ist (damals war es randblick.de)
    Ganz viele liebe Grüße und erst Recht viel mehr Gute-Besserungs-Wünsche
    Angela

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